Ministranten

 
Ministranten oder auch Altardiener (lat. ministrare „dienen“) gibt es schon sehr lange. Seit dem 8. Jahrhundert sind wir nicht mehr aus dem Gottesdienst wegzudenken.
Heute darf jeder, der die erste Hl. Kommunion empfangen hat und Interesse hat, Ministrant werden und so zu unserer lustigen und lebhaften Gruppe dazugehören. Doch das war nicht immer so. Bis zum 2. Vatikanischen Konzil war ein Ministrant die Vorstufe zum Priesterdienst und es wäre nie denkbar gewesen, dass ein Mädchen ministrieren darf.

 

Jetzt stellt sich doch sicher die Frage:
Was macht eigentlich so ein Ministrant?
Ministranten sind in der Liturgie nicht nur die rechte Hand des Priesters, sondern sie übernehmen auch stellvertretend für die Gemeinde bestimmte Aufgaben. Wenn wir zur Gabenbereitung Brot, Wein und Wasser aus der Mitte der Gemeinde zum Altar bringen, zeigt dies an, dass die Gemeinde insgesamt ihre Opfergaben zusammen mit ihren Sorgen und Bitten, ihrem Dank und ihrer Freude, zum Altar bringt. Auch bei Prozessionen verdeutlichen Ministranten, dass die Kirche als „pilgerndes Gottesvolk“ unterwegs zu ihrem Herrn, Jesus Christus, ist. Allgemein tragen wir in unserem Amt dazu bei, die Bedeutung des Gottesdienstes als Handlung der Kirche zu unter­streichen.